Gruppenbild einiger Luftsportjugend Aero Club Mitglieder auf einem Rollfeld nebeneinander

Maria berichtet vom Streckenfluglehrgang

Vom 11. bis zum 16. Juli fand in Oerlinghausen der diesjährige Streckenfluglehrgang statt. Trotz durchwachsener Wetterbedingungen nutzten die Teilnehmenden jede Gelegenheit, um wertvolle Erfahrungen zu sammeln – sowohl in der Luft als auch am Boden.

Bereits am Freitagabend reisten die Teilnehmenden an. Bei einem gemeinsamen Grillabend lernte man sich in entspannter Atmosphäre kennen – ein gelungener Einstieg in eine intensive Woche voller fliegerischer Herausforderungen.

Am Samstag startete der Lehrgang mit dem ersten Briefing und der Dokumentenkontrolle. Eine kleine AAT war geplant, die Startbereitschaft wurde zunächst auf 13:30 Uhr angesetzt. Bereits ab 11 Uhr wurde eifrig aufgerüstet, doch aufziehende Schauer machten eine Verschiebung auf 15 Uhr nötig. Leider besserte sich das Wetter nicht ausreichend, sodass der Tag schließlich neutralisiert wurde. Immerhin konnten einige Eingewöhnungsflüge durchgeführt werden. Am späten Nachmittag gab es dann noch einen spannenden Theorieteil von Wolli zum Thema Teamflug, von dem man besonders durch die interaktive Gestaltung sehr viel für das weitere Training mitnehmen konnte.

Der Sonntag zeigte sich trotz anhaltendem Tiefdruckeinfluss von seiner besseren Seite. Geflogen wurde eine AAT über Oerlinghausen, Borgholzhausen, Porta Westfalica, Detmold und zurück. Viele Teilnehmende nutzten die Bedingungen für solide Flüge – erstaunlich, was trotz der verhaltenen Prognose möglich war. Vielleicht lag es an Wolli’s ansteckend optimistischem Wetterbriefing, das den nötigen Schwung verlieh. Auch wenn es einige Außenlandungen gab, war der Tag für alle äußerst lehrreich.

Am Montag wurde eine AAT mit einem Bereich von 184 bis 313 Kilometern in östlicher Richtung ausgeschrieben. Einige nutzten die guten Bedingungen, um Strecken über 200 Kilometer bis ins Harzgebirge zu fliegen – ein echtes Highlight. Dabei wurden sehr unterschiedliche Linien gewählt, was interessante Vergleichsmöglichkeiten für die Analyse am nächsten Morgen bot.

Der Dienstag brachte eine Besonderheit: Erstmals stand keine AAT, sondern eine klassische Racing-Task auf dem Programm – von Oerlinghausen über Ahlen, Lüdinghausen, Beckum, Blomberg und zurück. Die Aufgabe war mit dem starken Wind herausfordernd und konnte zwar von niemandem komplett geflogen werden, bot jedoch zahlreiche wertvolle Erkenntnisse, insbesondere zur taktischen Streckenwahl und zum Umgang mit schwierigen Bedingungen.

Am Mittwoch schließlich ließ starker Regen keinen Spielraum mehr. Der Tag wurde bereits beim morgendlichen Briefing neutralisiert und viele traten im Anschluss die Heimreise an.

Trotz der teils schwierigen Wetterlage war der Lehrgang ein voller Erfolg. Die fliegbaren Tage wurden intensiv genutzt und das Trainerteam verstand es hervorragend, auf die unterschiedlichen Erfahrungsstände einzugehen. Theorie und Praxis griffen ineinander und die gute Stimmung trug maßgeblich zum Lernerfolg bei. Ein herzlicher Dank geht an die Organisatoren, Trainer und Helfer des Lehrgangs!

Ein Gruppenfoto der Teilnehmenden mit den Trainern darf natürlich nicht fehlen. 

Nach dem Eröffnungsbriefing durch Organisator und Trainer Christian Lang machte Wolli mit einem ausgiebigen Wetterbriefing weiter. 

Nach dem Briefing wurde gemeinsam aufgerüstet. Alle packten mit an und halfen einander. 

Zu einem Streckenflugtraining gehört natürlich auch die ein oder andere Außenlandung. 

Mutter-Tochter-Team: Teilnehmerin Neele und ihre Mutter Ines. 

Text: Maria Miessner
Fotos: LSJ, Teilnehmer 

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