SG38 Fliegen auf der Wasserkuppe – dieses Jahr etwas anders!

Nach wochenlangen Überlegungen und rauchenden Köpfen stand Anfang Juni endlich fest: das SG38 Fliegen 2020 kann unter Hygieneauflagen stattfinden!
Nach einer Menge Corona-Papierkram ging es dann am 19. Juni auf den Weg nach Hessen. Die Jugendherberge Oberbernhards, die sich ebenfalls wochenlang vorbereitet hatte, erwartete uns mit einer perfekten Organisation. Und man kann wirklich sagen, dass sie UNS erwartete. Denn außer der Luftsportjugend NRW war lediglich eine einzige Wanderin in der 250 Betten-Jugendherberge zu Gast.

Wer seine Mütze beim Start verliert, muss am Ende des Flugtages einen Kasten Bier spendieren. Wenn man dann auch noch danach greift (so wie auf diesem Foto zu sehen ist), darf man gleich zwei Kästen ausgeben. 🙂

Nach einem gemütlichen Abend mit Lagerfeuer und dem Spiel “Werwölfe“ ging es am frühen Samstagmorgen rauf zur Wasserkuppe. An der Flugzeughalle des OSC Wasserkuppe e.V. angekommen, bekamen wir vom 1. Vorsitzenden “Opa“ Frank ein Briefing über den Corona-Hygieneplan und natürlich über den SG38.

An unserem Startpunkt angekommen, konnte es dann endlich losgehen. Unser Fluglehrer machte den ersten Start. Wir bildeten eine Haltemannschaft, die den SG hinten festhielt und eine Seil- bzw. Startmannschaft, die das Gummiseil zog. Während die Haltemannschaft “bequem“ an einer Stelle steht und den “Flug“ des SGs beobachten kann, muss die Startmannschaft alles geben und rennen was das Zeug hält. Auf Dauer ist das sehr anstrengend, aber Halte- und Startmannschaft konnten sich glücklicherweise abwechseln.

Man muss sagen, so ganz zu den Wurzeln des Segelflugs zurückzukehren und mit dem SG38 die Hänge der Wasserkuppe hinab zu gleiten ist ein besonderes Gefühl. Zu Beginn des Gummiseilstarts wird man ähnlich wie an der Winde etwas in den Sitz gedrückt, jedoch bleibt dann die weitere Beschleunigung aus, sodass man ganz langsam und gemütlich ein kleines Stück über dem Boden fliegt. Obwohl man nicht sehr hoch und sehr weit fliegt, so fühlt man sich doch viel freier in der Luft, da einem der Wind direkt um die Nase weht. Die Flugzeiten waren zwar nur sehr kurz, aber dennoch waren die Flüge eine großartige Erfahrung, die jeder Segelflieger mal machen sollte.

Da wir zügig waren, konnten alle Teilnehmer zwei Starts machen und wir konnten den Abend gemütlich ausklingen lassen. Auch am nächsten Tag war das Wetter auf unserer Seite und wir konnten mit einer “leichten“ Röte vom Vortag noch einen dritten Start zur Gummiseilstartberechtigung machen. Nach einer abschließenden spannenden Führung von “Opa“ im Segelflugmuseum, wurden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Urkunden ausgezeichnet. In einer geselligen Abschlussrunde verabschiedeten wir uns voneinander und von einem fantastischen Wochenende!

Auch wenn es dieses Jahr etwas anders war… Es war trotzdem toll und der Spaß blieb nicht aus!

Fotos (außer Gruppenfoto): Simon Dannhauer

SG38 Fliegen auf der Wasserkuppe – dieses Jahr etwas anders!

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